Drei Frisöre ergattern die Bierstindl
Röhre
Kulturgasthaus Bierstindl kürt zum zweiten Mal die besten
NachwuchskleinkünstlerInnen
„The world in Vorarlberg was too small“,
deshalb führte sie ihr Weg ins Bierstindl. „Die drei
Frisöre“ Stefan Beer, Daniel Amann und Bernhard Widerin,
begeisterten beim gestrigen Finale der Bierstindl Kleinkunst
Röhre Publikum wie Jury und wurden mit dem ersten Platz
belohnt.
Aber, wer könnte mitreißenden Hymnen, wie „Friseure
sind gute Menschen“, auch widerstehen? Die Jury lobte
die wohltuende Melodik, den Sprachwitz und die Kritik des Zeitgeistes,
verpackt in Lieder über „Karmaschinken“ und
„Nordic Walking“.
Die drei Vorarlberger sind erst seit einem Jahr
im Kabarett-Bereich tätig. Zuvor bildeten sie zehn Jahre
lang als Straßenmusikanten ein Team.
Im zweiten Jahr gewann die Bierstindl Röhre internationalen
Charakter durch die zahlreichen Bewerbungen aus Deutschland,
der Schweiz und sogar Russland.

Das Finale zeichnete sich zudem durch eine große
Bandbreite hervorragend dargebrachter Kleinkunst aus.
„Mit der Röhre sollen Talente in unterschiedlichster
Ausprägung gefördert werden“, erklärt Bierstindl
Geschäftsführerin Claudia Moser, und meint weiter.
„Kleinkunst ist für uns daher weit mehr als klassisches
Kabarett, wie man auch am bunten Finale sieht.“ Neben
dem Musikkabarett der „Drei Frisöre“ bekam
das Publikum Slampoetry, jazzig-absurde Clownerie, Kabarett,
Chansons und eine im wahrsten Sinn des Wortes funkensprühende
Darstellung von Ninaruna geboten.
Mit Liedern über Elvis spielte sich Suli
Puschban auf den zweiten Platz. Die Jury sah die in Berlin lebende,
gebürtige Wienerin in der Tradition großer deutscher
Liedermacher. Platz drei ging an die Hamburgerin Xöchil
A. Schütz, die das Publikum mit Spoken Word und Lyrik begeisterte.
Da sie bereits am Freitag den Anerkennungspreis der Jury für
die beröhrendste Darstellung erhalten hatte, ist sie somit
doppelte Preisträgerin.
Bierstindl Geschäftsführerin Claudia
Moser bedankt sich bei den Sponsoren Tiroler Versicherung und
Hypo Bank Tirol. „Der Erfolg der Bierstindl Röhre
im zweiten Jahr zeigt uns, dass Kleinkunst einen wichtigen Stellenwert
in Tirol hat. Wir sind schon jetzt auf die Darbietungen im nächsten
Jahr gespannt“, meint Moser abschließend.
Alle Infos zur Bierstindl Kleinkunst Röhre
Jury:
Fach-Jury am Finaltag:
Robert Renk (ehem. Bierstindl GF), Alexandra Plank (TT Kultur),
Petra Hauer (Kabarett.cc), Reinhard Tschaikner (Kleinkunst Innsbruck)
Moderation:
Poetry Slam Conferencier, Autor und Tausendsassa Markus Köhle
führte charmant durch die drei Abende.
Preise:
1. Platz:
„Die drei Frisöre“ aus Vorarlberg
2. Platz
Suli Puschban aus Berlin
3. Platz
Xöchil A. Schütz aus Hamburg
Im Finale waren weiters:
Ninaruna aus Innsbruck
The living dead Clowns aus Linz
Markus Traxler aus Wien
Neben der Trophäe der Bierstindl „Röhre“
bekamen die ersten drei Plätze Geldpreise in der Gesamthöhe
von 2.400,--
Die drei Frisöre gewannen zusätzlich
eine Auftrittsreihe 2008 im Bierstindl.
Die beröhrendste Darstellung,
ein Anerkennungspreis der Jury, wurde heuer das erste Mal vergeben.
Prämiert wurden Xöchil A. Schütz und The living
dead Clowns.
Das Bierstindl dankt den Sponsoren Tiroler
Versicherung und Hypo Bank Tirol.